Welche Igel brauchen Hilfe?

  • Verletzte und kranke Igel
  • Igelsäuglinge ( haben Augen und Ohren verschlossen), die sich tagsüber außerhalb des Nestes aufhalten
  • Igel, die bei Dauerfrost / Schnee herumlaufen

AUSNAHME: Wurde das Nest eines Igels kurz zuvor zerstört, laufen auch gesunde Igel auf der Suche nach einer neuen Unterkunft tagsüber rum

 

Wie erkenne ich, dass ein Igel Hilfe braucht? - Was muss / Kann ich tun?

  • wiegen              -> Ideales Winterschlafgewicht für einen Igel sind ca 600-700g
  • Mit einer Igelsation oder  Tierarztpraxis in Verbindung setzten, da Igel oft keine äußerlichen Krankheitssymptome aufweisen.

 

Fütterung – Was darf ein Igel fressen?

Igel sind von Natur aus Insektenfresser. Diese sollten während der Haltung in Gefangenschaft allerdings nicht gefüttert werden, da sie Parasieten übertragen können.

Stattdessen eignen sich:

  • Dosenfutter für Hunde oder Katzen

  • Hartgekochte Eier oder Rührei

  • Gekochtes Geflügelfleisch

  • Kurz angebratenes Hackfleisch ( in Maiskeimöl)

Zusätzlich benötigen Igel Ballaststoffe in Form von:

  • Weizenkleie

  • Haferflocken

  • Igeltrockenfutter

Es sollten keine zusätzlichen Vitamine oder Mineralstoffe gegeben werden.

Eine Portion für einen Igel besteht aus 150g Futter + 1-2 Esslöffel Ballaststoffe.

Frisches Wasser sollte dem Igel jederzeit zur Verfügung stehen. Milch sollte vermieden werden, da sie häufig Durchfall auslöst.

 

 

Unterkunft - Wo wohnt (m)ein Igel?

Igel sind Einzelgänger, d.h. Jeder Igel braucht sein eigenes Gehege.

Das Igelgehege sollte sich in einem Raum, der gut durchlüftet werden kann, mit normaler Luftfeuchtigkeit und Zimmertemperatur ( 18-20°C) befinden. Es sollte ein Raum sein, in dem überwiegend Ruhe herrscht.

Das Igelgehege sollte:

  1. aus Holz sein

  2. mindestens 2 qm groß sein

  3. Ausbruchsicher sein

  4. Seitenwandhöhe 45-50ch

  5. auf dem Boden mit Zeitung auslegen (täglich wechseln)

Für das Schlafhäuschen kann ein langer Karton verwendet werden.



Überwinterung

Jungigel sollten zum Überwintern ein Gewicht von 600-700g haben, erwachsene Igel 1000-1400g ( je nach Alter und Größe).

Für den Winterschlaf muss das Igelgehege in ein sehr kaltes Zimmer, auf dem Balkon oder in ein Gartenhäschen ohne direkten Sonneneinstrahlung gestellt werden. Keller sind meistens zu warm und daher ungeeignet.

Das bisherige Schlafhäuschen sollte durch einen größeren Karton ersetzt werden oder in einen Holz- oder Spanplattenhäuschen gestellt werden und mit Zeitungspapier zwischen den beiden Häusern isoliert werden.


WICHTIG: Kein Styropor verwenden, da sich Feuchtigkeit ansammeln kann.


Auswilderung

Um einen Igel auszuwildern zu können sollte er:

  • normalen Kot absetzten

  • einen guten Appetit haben

Zur Auswilderung sollte ein Jungigel ein Gewicht von 600-700g haben, erwachsene Igel 1000-1400g ( je nach Alter und Größe).


Von Hand aufgezogene Jungigel sollten zuerst in einen Freigehege auf das Leben in freier Wildbahn vorbereitet werden.

  • Igel mit einen Fundgewicht unter 250g die nicht an den Fundort zurückgebracht werden können, sollten auf alle Fälle im neuen Gebiet - darunter ist auch der eigene Garten zu verstehen - über ein Freigehege ausgewildert werden.

  • Igel über 250g sollten an ihrem Fundort zurückgebracht werden

  • 1-2 Wochen nach der Auswilderung noch zufüttern

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    Ausführlichere Informationen finden Sie unter:

    www.http://proigel.de

    http://www.igelverein.de